Da brennen die Wädli nur schon beim Lesen: Beim Rennen in Schötz geht es darum, welches Team in 24 Stunden mit dem Mountainbike am weitesten kommt. In der Kategorie 2er-Team Mixed durfte sich der Wolhuser Michael Duss mit seiner Freundin über den Sieg freuen.

Der Muskelkater hält sich in Grenzen, sagt Michael Duss zwei Tage nach dem Rennen. Und das ist eigentlich erstaunlich. 24 Stunden sassen er und seine Freundin Corinne Wermelinger aus Hasle abwechslungsweise auf dem Mountainbike, fuhren über Stock und Stein, Asphalt und Wiesen. Insgesamt 520 Kilometer weit.
Foto: ZVG/Michael Duss
Vor allem die letzten Stunden seien hart gewesen, sagt Michael Duss. Er spricht dennoch von einem grossartigen Erlebnis.

Ich habe am meisten über corinne gestaunt. Sie hielt konstant ihr tempo, biss auf die zähne und lachte dabei auch noch!

Corinne Wermelinger. (Foto: ZVG/Michael Duss)
Die Trainings vor dem 24h-Rennen in Schötz fielen bei Michael und Corinne bescheiden aus. Die beiden nahmen zwar ihre Bikes mit in die Ferien nach Frankreich. Abgesehen von längeren Ausfahrten absolvierten sie aber keine speziellen Trainings.
Foto: ZVG/Michael Duss
Wichtig sei vor allem, seinen Körper gut zu kennen, sagt Michael. Zu Beginn des Rennens lag ein anderes Team schnell vorne und fuhr mehr als eine Runde (5 Kilometer) Vorsprung heraus. In der Nacht musste dieses Team jedoch kapitulieren und Michael und Corinne vorbeiziehen lassen. «Wir haben unsere Energie-Reserven wohl besser eingeteilt», bilanziert Michael.
Michael “Schuum” Duss in voller Fahrt. (Foto: ZVG/Michael Duss)
Dennoch mussten auch er und seine Freundin Corinne mit Widrigkeiten kämpfen. Zweimal verlor ein Velopneu Luft, konnte aber rasch geflickt werden.
Der Mechaniker flickte zweimal einen Velopneu. (Foto: ZVG/Michael Duss)
Und die Temperaturen von etwa acht Grad in der Nacht machten vor allem Michael zu schaffen.

“Ich war nassgeschwitzt und fror schnell während den pausen. ich hatte zu wenige trockene kleider dabei.”

Das Team konnte auf viel Unterstützung zählen. (Foto: ZVG/Michael Duss)
Umso wichtiger war für Michael und Corinne, dass viele Leute sie vor Ort unterstützt haben: Ein Mechaniker, die Eltern von Michael und Kolleginnen und Kollegen.
Michael und Corinne mit seinen Eltern und dem Team-Mechaniker vor dem Start. (Foto: ZVG/Michael Duss)
Mit diesem Support im Rücken holten Michael und Corinne schliesslich den Sieg unter den vier Teams.
Foto: ZVG/Michael Duss
Nach der Siegerehrung sei er unglaublich müde gewesen, sagt Michael. Hunger habe er kaum verspürt, auch wenn er 24 Stunden lang nur immer wieder Kleinigkeiten gegessen habe.
Dieser meldete sich dann etwas später. Nach sechs Stunden Schlaf am Sonntagabend gab es um Mitternacht eine wohlverdiente Portion Pasta.
Die Mitternachts-Pasta. E Guete! (Foto: ZVG/Michael Duss)

Bilder: ZVG/Michael Duss