Seit dem Aufstieg im letzten Mai haben die SG Ruswil/Wolhusen-Spieler auf diesen Moment gewartet. Für viele war der Match gegen Sursee das erste Spiel in der 2. Liga.

Weil es sich um die höchste regionale Liga handelt, war der einte oder andere Spieler etwas nervös, zumal es gleich zum Derby gegen den BSV RW Sursee kam. Seit mehr als drei Jahrzehnten sind diese Begegnungen für beide Teams immer etwas Spezielles.

Vor vollem Haus ging Sursee standesgemäss in Führung, doch die SG-Spieler hielten dagegen. Schon in den ersten Minuten zeigte sich, dass die Surseer mehrheitlich “einfache” Tore erzielten. Die SG-Abwehr reagierte oft zu langsam.

Dies änderte sich im weiteren Spielverlauf wenig. Sursee führte nach einem Viertel der Spielzeit 4:8 und einige der Fans hatten vermutlich bereits ein mulmiges Gefühl. Vor allem auch, weil sich das SG-Team in dieser Phase auch im Angriff etwas schwer tat.

Doch bald steigerten sich die Spieler der SG Ruswil/Wolhusen. Schöne, schnell vorgetragene Angriffe wurden erfolgreich abgeschlossen und jedes Tor beflügelte das SG-Team noch mehr. Sursee schien aus dem Konzept zu geraten und nahm in der 21. Minute beim Stand von 10:10 ein Time-out. Trotz diesem Unterbruch spielte danach vor allem die SG, ging gar 13:11 in Führung, um dann aber wieder in der Abwehr zu “sündigen” und den Gegner zum 15:15 Pausenresultat herankommen zu lassen.

Routine entscheidet Spiel

Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich ein ähnliches Bild wie im ersten. Sursee ging nun wieder in Führung. Ihr Neuzuzug Tomislav Orsolic, ein Kraftpaket, war einfach nicht auszuschalten.

Trotzdem, es wäre für die SG mehr möglich gewesen. So um die 40. Spielminute spielte Sursee in doppelter Unterzahl, es fehlte ihr aber die Cleverness, dies auszunützen. Im Gegenteil, in dieser Phase erhielt sie gleich drei Gegentore.

Dies war vermutlich die Schlüsselstelle im immer fair geführten Spiel zu Gunsten von Sursee. Noch war zwar alles möglich, stand es in der 46. Minute doch 22:24. Sursee konnte danach aber noch zulegen und gewann das Spiel schliesslich mit 28:25.

Nebst der Routine war die körperliche Überlegenheit der Sursee entscheidend für ihren Sieg. Aber die SG darf guten Mutes sein, denn gegen diesen Krafthandball führten sie dafür die technisch eher feinere Klinge. Diese zeigte vor allem Simon Hofstetter mit fünf sehenswerten Treffern. Tormässig Verlass war auch auf Philipp Lustenberger mit sieben und Elias Weingartner mit vier Treffern.

Nächster Match: 

SG Ruswil/Wolhusen – BSV Stans
Samstag, 14. September 2019
19.45 Uhr, Halle Wolfsmatt Ruswil


Infos: Bruno Schmidli, SG Ruswil/Wolhusen
Foto: Noel Haupt