Drei Herren möchten Gemeindepräsident von Wolhusen werden: Ueli Lustenberger, Fredi Bigler und Bruno Duss. Wir stellen sie euch noch etwas näher vor – alle drei haben Fragen zu ihrer Person und ihren Ideen beantwortet. Die Interviews werden gestaffelt veröffentlicht.

Fredi Bigler (FDP), 34 Jahre, Informatiker

Für Wolhuserinnen und Wolhuser, die dich nicht kennen: Wer bist du?
Ich bin in Wolhusen geboren und mit zwei Brüdern an der Bahnhofstrasse aufgewachsen. Nach der Ausbildung als Informatiker und einigen Jahren in Berlin packte mich das Heimweh. Nach meiner Rückkehr nach Wolhusen gründete ich 2010 die Firma Spare GmbH. Heute arbeiten in meinem Team elf Leute. Wir stellen Software her für über 20 Spitäler, zum Beispiel das Luzerner Kantonsspital oder das Paraplegikerzentrum Nottwil.
Vor zwei Jahren habe ich zusammen mit Andy Hochstrasser die Plattform WerWasWolhusen gegründet, um das Dorfleben zu stärken.
Ausserdem braue ich leidenschaftlich gerne Bier. Es macht mich stolz, dass mein «Wolhuser Original» inzwischen auch in Wolhuser Restaurants auf der Karte steht.
Warum möchtest du Wolhuser Gemeindepräsident werden? Warum bist du gemacht für dieses Amt?
Ich habe grosse Lust, frischen Wind ins Gemeindehaus zu bringen. Meine Projekte «WerWasWolhusen» und mein Bier zeigen, dass ich jemand bin, der gerne anpackt.
Auch wenn ich jung bin, bringe ich viel unternehmerisches Know-How mit. Ich habe mit 20 Jahren meine erste eigene Firma gegründet. Weil ich täglich mit Menschen unterschiedlichen Alters zusammenarbeite, sehe ich mich auch als Brückenbauer zwischen den Generationen.
Meine Kandidatur ist auch eine Chance, jüngere Menschen zu begeistern, sich für die Gemeinde und in der Politik zu engagieren.
Was ändert sich, wenn du als Gemeindepräsident gewählt wirst?
Es würde eine neue, junge Denkweise ins Gemeindehaus einziehen. Und die Gemeinde würde plötzlich von sich aus neue Kanäle wie Social Media nutzen, um die Kommunikation zu vereinfachen. Und natürlich würde der Altersdurchschnitt im Gemeinderat ein wenig sinken 🙂
Was gefällt dir an Wolhusen?
Wolhusen lebt von seinen Menschen. Viele engagieren sich mit Herzblut in Vereinen. Bei zwei davon war ich selber lange Mitglied: Bei der Guggenmusig Chänubotzer und dem Badminton-Club. Es wird auch ausserhalb der Vereine viel Freiwilligenarbeit geleistet, was ich sehr schätze.
Ausserdem gefallen mir der Zusammenhalt der jungen Leute, die vielfältigen Angebote des «Wolhuser Gwärb» und natürlich die schönen Plätze in der Natur.
Wo siehst du Handlungsbedarf?
Ich wünsche mir eine Gemeinde, die noch näher bei den Leuten ist. Die Gemeinde soll auf Augenhöhe mit dem Gewerbe und der Bevölkerung zusammenarbeiten. Wer ein Anliegen hat oder ein Gesuch stellt, soll rasch eine Antwort erhalten. Infos müssen schneller fliessen – das sieht man in der aktuellen Situation mit dem Corona-Virus. Hier sehe ich riesige Chancen mit der Digitalisierung.
Der Austausch soll aber vor allem auch persönlich möglich sein. Dazu brauchen wir einen Ort im Zentrum, wo sich Menschen jeden Alters treffen und austauschen können, einen Ort, wo man sich gerne aufhält. Das wäre auch fürs Gewerbe wichtig.
Welche Visionen hast du für Wolhusen?
Meine Vision ist es, dass der Zusammenhalt im Dorf weiter gestärkt wird und das Dorf noch mehr ein Ort wird, wo man sich gerne aufhält – mit weniger Verkehr, mehr Grünflächen.

Die Wahlen sind am Sonntag, 29. März 2020!


Hinweis der Redaktion von WerWasWolhusen:
Wir sind befangen, was die Wahl des Gemeinderates angeht – weil Fredi Bigler als Mit-Initiant von WerWasWolhusen selber für das Gemeindepräsidium kandidiert.
Wir haben uns schon bei der Gründung von Wolhusen zu politischer Neutralität verpflichtet. Was heisst das für die Berichterstattung rund um die Gemeinderatswahlen?
  • Wir stellen allen Gemeindepräsi-Kandidaten gleich viel Platz auf WerWasWolhusen zur Verfügung
  • Wir stellen die Kandidaten fürs Gemeindepräsidium in Interview-Form vor – und formulieren nicht selber.
  • Wir schalten keine Wahlwerbung.