Am kommenden Samstag wird im Josefshaus zu Disco-Musik aus den 80er-und 90er-Jahren getanzt. Solche Discos gab es früher ab und zu in Wolhusen. Da werden lustige Erinnerungen geweckt!

Kim Wilde, a-ha, Bryan Adams und U2: ihre Platten werden am 3. November aus dem Keller geholt und für Stimmung sorgen. Im Josefshaus ist nämlich die Disco ’87 angesagt.

Zertifikat von DJ Bobo

Hinter den Plattentellern steht am Samstag der Menznauer Philip Fischer aka DJ P11. Der richtige Mann, wie die Organisatoren schreiben: schliesslich habe er 1992 beim damals noch wenig bekannten DJ Bobo eine Ausbildung gemacht. Das Zertifikat inklusive Unterschrift von DJ Bobo hänge heute noch in seinem Musikzimmer!

Die guten, alten Zeiten…

Dass es überhaupt eine solche Party gibt, hat mit den Jugenderinnerungen der Organisatoren zu tun (Brigitta Planzer und Lukas Meyer, Karin Dobmann und Beat Imbach). Sie haben vor einigen Jährchen als Gäste solche Partys erlebt und wollen nun selber «einen glatten Abend auf die Beine stellen» und tanzen, was das Zeug hält.

Es ist nach der ersten Ausgabe im letzten Jahr die zweite Disco, die sie organisieren. Die Gäste können sich nicht nur auf gute Musik, sondern auch auf eine tolle Dekoration freuen!

Wolhusen war einst «Disco-Hochburg»

In den 80er-und 90er-Jahren war Wolhusen eine wahre Disco-Hochburg. Damals waren die coolsten Typen des Dorfes im Disco-Team „Octopus“, und dieses war als Wander-Discothek im ganzen Kanton Luzern unterwegs. Mit teilweise selber zusammengebautem DJ-Equipment und Lichtsäulen sorgten die Wolhuser für Partystimmung.

Batik-T-Shirts und Open-Airs

Lange dabei war auch Res Bucher, Co-OK-Präsident der diesjährigen WOGA. Sie hätten in den 80er-Jahren vor den Auftritten jeweils Batik-T-Shirts gefärbt, um an der Party ein tolles Outfit zu haben, erzählt er lachend. Zweimal gab es auf der Blindei sogar Open Air-Discos. Andere erinnern sich gerne an wilde Partys im ehemaligen Jute-Chäller (im UG Andreasheim). Die Leute hätten sich dermassen verausgabt beim Tanzen, dass an den Wänden das Wasser herunterlief.

Radio Beromünster statt ZZ Top

An eine lustige Panne erinnert sich Res Bucher noch gut. Vor einem Auftritt in Hochdorf hätten sie noch an der Anlage herumgeschraubt. Bei der Probe sei dann aber Radio Beromünster über die Anlage zu hören gewesen anstelle der Octopus-Musik. Kurzerhand wickelten die Wolhuser DJs einige Rollen Albfolie um die Anlage, um den Sender abzuschirmen – und um doch noch ihre eigene Musik abspielen zu können.

Die Party ’87 am kommenden Samstag im Josefshaus hat keinen direkten Zusammenhang mit den Discos damals. Die Organisatoren freuen sich aber auf Leute, die mit ihnen die gute alte Disco-Zeit wieder aufleben lassen wollen.